4. Semester

Vor dem Semester

Vor dem vierten Semester müsst ihr euch klar werden, welche Richtung ihr einschlagen wollt, da sich ab diesem Semester die zu besuchenden Veranstaltungen unterscheiden: Chemie, Molecular Nanoscience oder Molecular Lifescience? Wollt ihr noch zwischen Chemie und Molecular Science wechseln, ist dies ohne Probleme für euch möglich (auch wenn ihr dann witzigerweise mit in die Studeinabbrecher-Statistik mit eingeht, aber das hat absolut keinen Einfluss auf euch, also keine Sorge). Einen Wechsel solltet ihr aber möglichst schnell in Angriff nehmen, um Schwierigkeiten bei der Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen zu vermeiden.

Zum einen findet eine Datenverarbeitungs-Übung statt, die nur von Chemikern belegt wird. Zum anderen ist den Nanos zu empfehlen „Einführungen in die Nanowissenschaften“ zu belegen anstatt Biochemie II, wie es die Chemiker und Life-ler müssen.

Darüber hinaus ist wichtig zu wissen, dass ein großer Teil eurer Zeit in diesem Semester in das PC- und das OC-Praktikum fließen wird.

 

PC-Praktilkum

Für das PC-Praktikum müsst ihr euch vorab einen Termin für das Eingangskolloquium vereinbaren. Dies geht ganz einfach über die entsprechende Gruppe auf StudOn. Dort findet ihr auch eine Themenliste, die euch verdächtig an die PC-Inhalte des 2. Semesters erinnern wird. Wenn ihr die entsprechenden Seiten im Wedler dazu durcharbeitet, seid ihr auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Das meiste solltet ihr auf den ersten hundert Seiten des Wedlers finden und dann gibt es noch ein paar weitere wichtige Kapitel, die sich aber ebenso aus der Themenliste ergeben. Fragt einfach mal Kommilitonen, was sie für die Vorbereitung ihres Kolloquiums als wichtig empfunden haben. Es ist kein Geheimnis, dass die Hauptsätze der Thermodynamik und alles rund um den Carnot-Kreisprozess existentielle Inhalte der Physikalischen Chemie sind.

Das Eingangskolloquium ist am umfassensten, zählt aber notentechnisch genau so stark wie die anderen Kolloqiuen im Rahmen dieses Praktikums. Nach dem erfolgreichen absolvieren des Eingangskolloquiums werden euch Versuche zugeteilt und ihr könnt euch für diese eintragen. Das macht ihr einfach in einer Liste, die in den Räumlichkeit des Praktikums aushängen. Erfahrungsgemäß sind zwei Versuche pro Woche eine gute Anzahl um rechtzeitig fertig zu werden aber nicht mit den Protokollen in Verzug zu geraten. Zu jedem Versuch werden euch Unterlagen gegeben, an Hand derer ihr euch auf das Kolloquium des jeweiligen Versuchs vorbereitet. Orientiert euch bei der Vorbereitung an der Stichwörtern oben auf dem jeweiligen Zettel. Das Kolloquium findet dann im Laufe des Vormittags des Tages statt, an dem ihr euren Versuch durchführt. Ihr könnt aber in der Regel schon vorher anfangen. Zu jedem Versuch müsst ihr innerhalb von 2 Wochen ein handschriftliches Protokoll in einem Heft abgeben. Auf dieses Protokoll bekommt ihr ebenso eine Note wie die Kolloquien. Ist das Protokoll nicht gut genug, werdet ihr es korrigieren müssen. Die erwarteten Inhalte des Protokolls findet ihr in euren Unterlagen. Fragt, spätestens wenn ihr unsicher seid, ältere Semester oder Kommilitonen nach Tipps. Die Versuche sind thematisch in „Gruppen“ eingeteilt und zu den Gruppen, in denen ihr zwei Versuche absolviert habt, müsst ihr noch ein zusätzliches „Gruppen“-Kolloquium ablegen. Vereinbart hierfür einfach einen Termin mit einem Assistenten eurer Wahl, der für diese Gruppe zuständig ist. Notenbestimmend ist das Abschlusskolloquium, eure Vornoten tragen aber sehr stark zu eurem Gesamteindruck bei. Vereinbart einfach einen Termin mit dem entsprechenden Professor, geht eure Kolloquiums-Lernunterlagen noch mal durch und macht euch Gedanken darüber, was euch besonders gefallen hat. Und am wichtigsten: Macht euch keine Sorgen! Die Professoren wissen es zu schätzen, wenn ihr euch mit dem Stoff auseinandergesetzt habt und wollen euch häufig auch einfach zum Nachdenken und Reflektieren bringen.

 

OC-Praktikum

Manche werden es lieben, manche werden es hassen, aber jeder muss es machen. Zumindest den ersten Teil. Alle Ausnahmeregelungen sind so verwirrend und unsicher, dass es zumindest in den letzten Jahren eigentlich jeder vollständig mitgemacht hat.

Euch werden Substanzen zugeteilt, welche ihr synthetisieren müsst. Der genauere Praktikumsablauf wird über die Jahre durchaus geändert.

Vor jedem Versuch absolviert ihr ein Kolloquium, bei dem besonders Wert darauf gelegt wird, dass ihr den zugrundeliegenden Mechanismus verstanden habt, ihr euch der Gefahren bewusst seid und wisst, wie der Versuch abläuft. Darüber hinaus hat jeder Assistent seine eigenen Vorlieben. Haltet euch beim Versuchsablauf an die vorgegebene Literatur! Aber hinterfragt sie kritisch. Falls ihr ala Halbblutprinz andere Dinge ausprobieren wollt, redet mit dem Assistenten. Wäre ja schade, wenn ihr aus Versehen Sprengstoff synthetisiert (oder eure kochende Apperatur abdichtet, hat den gleichen fatalen Effekt; ist alles schon passiert ….). Im Ernst: seid euch immer der Verantwortung euch und euren Laborpartnern gegenüber bewusst. Die ganze Sache funktioniert nur, wenn ihr euch gegenseitig vertrauen könnt.

Pro Versuch müsst ihr ein Protokoll schreiben. Und weil es so schön ist gleich zwei mal. Einmal auf Zetteln, die ihr ausfüllt und mit eurer Substanz abgebt. Diese Zettel schreibt ihr noch mal ins Laborbuch ab, welches ihr am Ende abgeben/abstempeln lassen müsst.

 

Rechtskunde

Ist wie Toxikologie nur trockener.

 

Theoretische Chemie III

Ist im ersten Drittel wie ThC II, ab dem zweiten Drittel aber wendiger mathematisch. Es ist nicht unbedingt empfelenswert, sich nur auf die letzten beiden Drittel zu konzentrieren. Sie können denjenigen, die nicht so ThC-affin sind, aber durchaus Hoffnung geben. Wie auch im letzten Semester müsst ihr in die Übungen gehen und es ist sehr empfehlenswert, die Hausaufgaben zu bearbeiten und abzugeben. Das Skript ist für’s Lernen wie immer hervorragend. Übung, Übung, Übung hat weiterhin Priorität.

 

Biochemie II

Wie Biochemie I nur mehr. Sehr viel auswendig lernen und selbst die Besten stoßen an ihre Grenzen. Unterschätzt dieses Fach nicht.

 

Datenvisualisierung

DAV ist eine Online-Übung, für welche ihr Aufgaben online einreicht. Es besteht eine feste Deadline! Ihr solltet eure Erstabgabe möglichst früh anpeilen, damit ihr noch Zeit für Korrekturen habt.

 

Einführungen in die Nanowissenschaften

Diese Ringvorlesung ist in der Regel in englischer Sprache und wird jede Woche von einem anderen Dozenten gehalten. Die Dozenten tragen jeweils ein paar Aufgaben zur Klausur bei. Wärmste Empfehlung: Schreibt mit! Stellt Fragen! Mache Inhalte, die extrem klausurrelevant sind, werdet ihr weder auf den Folien noch im Internet finden. Erkundigt euch gegebenenfalls auch im Vorherein bei Nanos aus höheren Semestern (schreibt einfach Dave an, der kann euch dann vermitteln), welche Fragen ihr in welcher Vorlesung stellen solltet. Scheut euch auch nicht, bei der Klausurvorbereitung (rechtzeitig!) die Dozenten bei Unklarheiten anzuschreiben. Es ist recht ärgerlich in der Klausur an einer Frage zu sitzen und zu denken: „Jap, das hab ich mich auch gefragt!“ Schaut auch nach jeder Vorlesung, ob die Folien hochgeladen sind und wenn nicht, fragt (rechtzeitig!!) bei den Dozenten nach, ob sie so lieb wären, sie breitzustellen. Der Organisator der Ringvorlesung kann nur das hochstellen, was ihm gegeben wird, also bringt es nichts, ihn deswegen anzuschreiben. Wendet euch immer direkt an die Person, die den Vortrag gehalten habt. Wenn ihr euch an all diese Tipps haltet, werdet ihr euch eine Menge Stress ersparen.

Das Alleinstellungsmerkmal dieser Vorlesung: Sie ist sehr familiär. Es kommt durchaus mal vor, dass euch die Dozenten eine Privatführung durch ihre Laboratorien geben, wenn ihr lieb fragt. Und jeder will wirklich, dass ihr besteht und weiterkommt und hilft euch gerne. Das alles macht „Einführungen in die Nanowissenschaften“ zu einer komplett anderen Lehrveranstaltung, als ihr sie bisher kanntet.

Die Klausur ist multiple-choise. Das lässt sich als Vor- und Nachteil begreifen. Auf keinen Fall solltet ihr sie als einfach abstempeln (auch wenn die Dozenten irgendwie immer der Meinung sind, die Aufgaben seien extrem einfach). Die Noten bei dieser Klausur liegen in der Regel im Mittelfeld.

 

Gentik

Auch wenn die Vorlesung erst für das 6. Semester der Life MoWis angesetzt ist, kann man diese schon im vierten Semester besuchen und die Prüfung hierzu ablegen.